Winter 2017/2018

 

 

Gottesdienst zum Valentinstag

 

Organist Alexander Huhn zauberte mit seiner Klaviermusik von  Schumann und Beethoven romantische Stimmung zum Gottesdienst für Liebende. Die Liebespaare erbaten sich zur Pflege ihrer Beziehung Gottes Segen und schrieben sich kleine Komplimente, Versprechungen und Wünsche füreinander auf. Ein Paar hat sich Liebesgedichte aus der heiligen Schrift zugelesen und alle haben nach dem Gottesdienst die Liebe bei Sekt und Käseherzen aus der Schlossmühle gefeiert.

 

 

 

 

 

Familiengottesdienst zum Fastenmotto: „Zeig dich, 7 Wochen ohne Kneifen“In der Fastenzeit sollen wir bedenken, wie schwer Jesus es hatte, als er nach Jerusalem gekommen war, um den Leuten von Gottes Reich zu erzählen. In Erinnerung an diese Tage, die Jesus da erlebt hat, und die er ausgehalten hat, ohne seine Gottesgewissheit zu verlieren, machen wir es uns aus Solidarität in der Fastenzeit auch absichtlich etwas schwer. Früher haben die Leute das gemacht, indem sie weniger gegessen haben, vor allem kein Fleisch. Heute verzichtet man oft auf was anderes, etwas, was man gerne hat oder tut, was aber eigentlich nicht so nützlich für einen selbst oder die anderen ist. Zum Beispiel Fernsehgucken oder Bier trinken oder Süßigkeiten essen oder so etwas. Seit einigen Jahren gibt die evangelische Kirche ein Fastenmotto heraus, das man gemeinsam mit anderen befolgen kann, dann ist man nicht so alleine mit dem Fasten. In den letzten Jahren war das zum Beispiel, 7 Wochen ohne sofort, also man soll sich nicht hetzen lassen oder es war 7 Wochen ohne Runtermachen. Dieses Motto forderte dazu auf , nicht immer etwas an sich selbst auszusetzen zu haben. In diesem Jahr heißt das Motto: zeig dich, 7 Wochen ohne Kneifen. Man soll sich trauen, etwas zu sagen oder zu machen, was richtig und gut ist, aber für einen selbst vielleicht Nachteile bringt. Zum Beispiel, wenn ein anderer Schimpfe kriegen würde für etwas, was einem selbst passiert ist, und man sagt dann, dass der andere nicht schuld ist. Dann kriegt man selbst die Schimpfe, das ist blöd. Aber es ist gut, dass nicht ungerechterweise der Falsche die Schimpfe kriegt. Oder man traut sich, einem Freund zur Hilfe zu kommen, der gerade von anderen Kindern geärgert wird. Dann wird man selbst auch geärgert, das ist schlecht, aber man hat den Freund nicht alleine gelassen, das ist gut. Mit Bildern hören wir jetzt die Geschichte vom Barmherzigen Samariter.

 

Wir beten: Lieber Gott, gib uns die Weisheit, richtig zu entscheiden, wann wir uns etwas trauen müssen, damit es lieb und gerecht zugeht, und wann wir vorsichtig sein müssen, damit uns nichts Schlimmes passiert. Gib uns auch die Weisheit, zwischen Rummeckerei und notwendigen Einmischungen zu entscheiden. Und hilf, dass wir unsere Meinung sagen, aber nicht gleich durchsetzen wollen. Und wenn es darum geht, einen Fehler einzugestehen, den wir gar nicht gerne zugeben wollen, dann erinnere uns schnell daran, dass Du uns umso mehr liebst, wenn wir ehrlich sind, egal ob die anderen uns dann noch so toll finden.

 

Lieber Gott, sage dem Engel an der Pforte der alten Verhaltensweise, er möge mich gehen lassen und mich ermutigen, wenn ich zögere. Und sage dem Engel an der Pforte des Neuen, er möge mich erwarten und nicht weggehen, auch wenn ich etwas länger brauche. !

 

 

 

 

 

 

Der Pfarrerinnengeburtstag

 

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………war voller Glück- und Segenswünsche und es gab viele liebe Geschenke. So viele, dass die Pfarrerin sich noch gar nicht bei allen genug bedanken konnte. Das tue ich jetzt hier und hiermit: Herzlichen Dank, ich habe mich sehr, sehr gefreut! Nach dem Gottesdienst am 11.2. blieben viele Leute zum Gratulieren und Feiern. Und wunder-schön war die Geburtstags-feier, die die Kindergarten-kinder ihr bereiteten. „Kräht der Hahn früh am Morgen, kräht er laut, kräht er weit, guten Morgen, liebe Pfarrerin, Dein Geburtstag ist heut. Steht der Kuchen auf dem Tisch, macht sich dick, macht sich breit: Guten Morgen, liebe Pfarrerin, dein Geburtstag ist heut.“ Die Pfarrerin hatte ihr Franz Stoffelchen mit den Holzpantoffelchen mitgebracht und ließ ihn seine Geschichte erzählen. Und jedes einzelne Kind wünschte ihr alles Gute. So viel Segen! Vielen Dank, liebe Frau Bischof!!

Als Weihnachtsgeschenk wurden an Dreikönig Orff-Instrumente an den Kindergarten überreicht

Der Kirchenvorstand hat auch beschlossen, der Vorschulgruppe des Kindergartens, die in den Räumen des evangelischen Gemeindehauses untergebracht ist, ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Frau Bischof wünschte sich für die Gruppe eine Ergänzung des Orff-Instrumente- Bestands und eine große Klassenzimmer-Kachon, auf der mehrere Kinder gleichzeitig trommeln können. Zur Übergabe durch Kirchenvorstandsmitglied Sabine Eck kam es gleich zu einer kleinen Orchesteraufführung und einem Dankeschön Lied.

 

Sabine Eck von Kirchenvorstand, Gruppenleiterin Claudia Bischof und Kinder der Vorschulgruppe

 

 

 

 

Die Hobbits

 Die Gruppe der „Hobbits“ wohnt in einer Jugendhilfe- Einrichtung der Diakonie in Schneeberg. 8 Mädchen und Jungen, die nicht bei ihren Eltern leben können werden in Schneeberg liebevoll und kompetent von Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen betreut. Oft kommt die Gruppe in den evangelischen Gottesdienst, darüber freut sich die Gemeinde immer sehr.

 Im September feierten die Hobbits ihr 10 jähriges Jubiläum, dazu hat Pfarrerin Sunder-Plassmann einen Gottesdienst gehalten, es war ihr erster in der neuen Gemeinde. In der Predigt ging es um das Thema Wandern, denn die Hobbits machen gerne Ausflüge. Noch lieber als wandern fahren sie aber mit dem Fahrrad, aber an guten Fahrrädern mangelte es der Gruppe. So hat die evangelische Kirchengemeinde den Hobbits 3 Tourenräder zu Weihnachten geschenkt, die die Pfarrerin am Dreikönigstag in der Nach-Weihnachtsfeier der Gruppe übergab. Die Hobbits sind begeistert über die Räder, es fehlten genau diese 3 für die große gemeinsame Tour.

 

von links: Frau Lisa Adams, Leiterin der Einrichtung, Marie Sunder- Plassmann, Pfarrerin, Kinder und Eltern der Hobbitgruppe

 

 

 

 

Christvesper

 850 Menschen besuchten die Christvesper in der Abteikirche und erlebten eine besonders festliche, innige Stunde bei Kerzenschein. Die Sängerin Astrid Bernius aus Amorbach und ihre Tochter erfüllten mit ihren wunderschönen, gut ausgebildeten Stimmen die Kirche, Sabine Eck las in drei Abschnitten die Weihnachtsgeschichte und Pfarrerin Marie Sunder-Plassmann predigte über die Botschaft des neugeborenen Friedefürsten an uns Menschen. Durch Wohlwollen, Nachsicht und Gutdenken sollen  wir die Liebe Einzug in den Alltag halten lassen. Der Organist Alexander Huhn ließ die barocke Stumm-Orgel jubeln und die Schellen klingen. Mit einem großen, feierlichen Schlusssegen wurden die vielen Besucher in die Heilige Nacht entlassen.

Die Nächstenliebe zeigt sich an Weihnachten in der evangelischen Kirche auch durch die reichen Spenden für „Brot für die Welt“, diesmal ist das Ziel der Spendenkampagne „Sauberes Wasser für alle“, dafür konnten 2.769 € an „Brot für die Welt“ überwiesen werden.


 

 

Das Krippenspiel

 Im Familiengottesdienst um 15 Uhr an Heilig Abend spielten Kinder aus der Vorschulgruppe des Amorbacher Kindergartens und Kinder aus der Mittagsbetreuung der Grundschule die Heilige Geschichte. „Inmitten der Nacht ist ein Stern erwacht, strahlt so hell vom Himmelszelt, schenkt sein Licht der ganzen Welt.“ So beginnt das Spiel, der Stern weckt sie Hirten auf dem Feld und der Engel verkündigt ihnen große Freude. Die Hirten gehen zum Jesuskind, sie legen es auf eine Decke und wiegen es, und sie spielen ein Schellenspiel fürs Christkind. „Und das Kindlein lächelt so, dass das Herz wird warm und froh.“ Beim Hirtentanz um die Krippe machen ungeplant auch die Schafe mit, da freuen sich die Eltern unter den Gottesdienstbesuchern.

 

Die drei Könige sehen aus dem Morgenland den Stern. Sie spielen Schnick schnack schnuck, um auszumachen, was sie dem Kind mitbringen sollen. Aber jeder gewinnt einmal, so bringen sie im alles drei mit: Weihrauch, Gold und Myrrhe.

 

Ein gelungenes Spiel, die Kinder ziehen sich noch während der nachfolgenden Predigt aus, weil sie zur heimischen Bescherung streben.

 

 

 

 

500 Jahre Reformation

 Zum 31. Oktober, im letzten Jahr zur 500sten Jährung ein gesetzlicher Feiertag, lud die evangelische Region Süd des Dekanats Aschaffenburg zum großen Regionalgottesdienst nach Amorbach ein. Der festliche Einzug der Kirchenvorstände und Talarträger der Region in die vollbesetzte ehemalige Abteikirche gereichte Martin Luther zur Ehre. Pfarrer Sebastian Geißlinger aus Kleinheubach leitete den Gottesdienst. Im ersten Teil hielten Menschen, die mit typisch Evangelischem zu tun haben, Statements über ihre Situation. Auf der Titelseite dieses Gemeindebriefes ist ein Foto von diesem Moment.. Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: Alfred Sunder-Plassmann, der darüber sprach, wie es ist, als  ein Katholik mit einer evangelischen Frau (und Pfarrerin) verheiratet zu sein; Prädikant Ullrich Fleischmann berichtete, welchen Stellenwert es hat, als Laienprediger in der evangelischen Kirche Gottesdienst zu halten. Pfarrerin Anna Wolf erzählte von der Entwicklung in der evangelischen Kirche, die zur Frauenordination führte. Vikar Paul Hörenz sprach über seine Erfahrungen, als Christ in einem entkirchlichten Bundesland aufgewachsen zu sein. Pfarrer und stellvertretender Dekan Peter Neubert erzählte über seine berufliche Station als Pfarrer in Tansania.

Die Predigt im Gottesdienst zum Reformationsfest hielt Martin Luther selbst. Mit Lutherhut und viel Pathos gab Pfarrer Peter Neubert den Luther und predigte den Sermon von Erfurt, Luthers Predigt auf seiner Reise zum Reichstag nach Worms. Pfarrerin Marie Sunder-Plassmann sprach im zweiten Teil der Predigt über die Relevanz der Rechtfertigungslehre, die theologische Speerspitze der Reformation, für die heutige Zeit. Die Rechtfertigungslehre ist nicht mehr konfessionstrennend, aber ungebrochen essentiell für heutiges Christsein: „Diese Theologie bedeutet für uns heute, dass wir nicht alles richtig machen müssen und können, um von Gott geliebt und angenommen zu sein, sondern uns ihm nur anvertrauen müssen, indem wir Christi Zusage ernst nehmen. So leben und arbeiten wir mit mehr Verständnis und Liebe für uns selbst und unsere Mitmenschen.“

 

 

Wort & Wein

Aus einer Gemeindeberatung, die der Kirchenvorstand im Oktober in Anspruch nahm, erwuchs eine neue Gottesdienstform. Jeden ersten Sonntag im Monat zur üblichen Gottesdienstzeit wird ein „Gottesdienst für alle“ gefeiert. Mit modernen Liedern, einer Band, die Stimmung macht und freier Liturgie zog diese Form schon viele Menschen an. Im November spielte die Band „Rejoice“ aus Miltenberg mit Eva-Maria Osterrieder, Hans Burkhardt und Alexander Huhn. Das Thema des Gottesdienstes war das Abendmahl. Im Dezember spielte „Terikto“ mit dem Gitarrenlehrer Thomas Haas und seinen Schülern, diesmal hatte der Gottesdienst „Segen“ zum Thema. Nach einem Anspiel, bei dem der Segen von Adam über Noah zu Abraham, Jakob, Jesus und dann einem Mädchen von heute weitergegeben wurde, ließen sich viele Besucher einzeln segnen.

Im Januar gab es einen Tauferinnerungsgottesdienst, Gemeindemitglieder erzählten sich ihre Gedanken zur Taufe.

Im Februar wird es um Narren im Namen Gottes gehen. Herzliche Einladung!

Nach dem Gottesdienst gibt es geselliges Beisammensein mit einem Glas Wein oder Saft, was gerne angenommen wird. Es kommt zu lebhaften Gesprächen und inhaltlichem Austausch über den Gottesdienst.